Kontaktlinsen, die unsichtbare Brille.
Kontaktlinsen stellen in vielen Bereichen eine echte Alternative zur Brille dar. Besondere Vorteile bieten sie bei Sportarten, bei denen die Brille hinderlich ist. Beim Schifahren z.B., gibt es kein Beschlagen der Gläser unter der Schibrille. Einige Brillenträger, besonders Damen sind der Meinung, dass sie mit einer Brille unvorteilhaft aussehen. Optische Vorteile gegenüber einer Brille bieten die KL bei größeren Unterschieden der Brillenwerte zwischen dem rechten und linken Auge.
Vor der Kontaktlinsen-Anpassung werden die optischen Daten ermittelt und die Hornhaut mit einem Ceratometer (Hornhautradius- Messgerät) vermessen. In der 3D Aufnahme der Oberfläche sind kleinste Radienabweichungen und Unregelmäßigkeiten sichtbar. Ein spezielles Computerprogramm errechnet aus den unterschiedlichen Daten eine Kontaktlinse, die auf den günstigsten Bereichen der Hornhaut aufliegt und somit die beste Dauer- Verträglichkeit der Linsen erwarten lässt.
Der Junior-Chef Bernd Gsinn hat sich mit der Versorgung von Ceratoconus-Klienten (Gewebsschwäche der Hornhaut mit zentraler Vorwölbung), bei den Betroffenen, aber auch bei den Augenärzten einen Namen gemacht.
Das Angebot der Kontaktlinsen, sowohl der harten und den weichen, ist heute sehr vielfältig. Bifokal- Kontaktlinsen hart und weich, erreichten in den letzten Jahren einem Entwicklungsschub, so dass sie heute in der optischen Versorgung von älteren Kurzsichtigen, die zum Lesen zusätzlich eine Lesebrille brauchen, eine echte Alternative zur Brille darstellen.
Bei den weichen Linsen haben sich die Austauschsysteme mit den Tages- Wochen- und Monatslinsen durchgesetzt. Der Pflege- und Reinigungsaufwand ist gegenüber den Jahreslinsen deutlich geringer.
Kontaktlinsen haben bei der Firma Gsinn eine jahrzehntelange Tradition. Schon vor 50 Jahren passte der Seniorchef harte Kontaktlinsen an, weiche gab es damals noch nicht. Mit den Linsen, die damals von den Herstellern gelieferten wurden, gab es immer wieder Verträglichkeitsprobleme. Der Chef bildete sich in verschiedenen Seminaren weiter und kam dann zum Entschluss, die Linsen selbst herzustellen. Der Betrieb wurde technisch so ausgestattet, dass die Fertigung starten konnte.
Gsinn hat damals schon Bifokal- Kontaktlinsen selbst hergestellt. Die Industrie kam erst später mit derartigen Produkten auf den Markt. Die Idee zu diesen Linsen kam von einem stark kurzsichtigen Lehrer, der in zunehmendem Alter beim Lesen zu seinen Kontaktlinsen eine Plusbrille darüber aufsetzen musste. Gsinn sen. war damals nicht bewusst, dass die Erfindung "Bifokal- Kontaktlinsen" eine größere Marktchance hatte. Er hat es versäumt, sich diese Gleitsicht-Kontaktlinsen patentieren zu lassen.
Die optische Industrie entwickelte in der Zwischenzeit eine Vielzahl von Materialien Geometrien für weiche und harte Kontaktlinsen, die heute den Markt beherrschen. Dies war für die Augenoptiker Gsinn Anlass, die Eigenfertigung einzustellen. Die notwendigen Investitionen, um technisch mithalten zu können, standen in keinem Verhältnis.
Die Entwicklung, Kontaktlinsen über Internet zu kaufen, ist nicht sinnvoll. Einmal sind bestimmte Qualitätslinsen über den Versandhandel nicht zu bekommen, zum anderen ist preislich gegenüber dem Ladenpreis kein nennenswerter Unterschied.
Die Optiker bieten zudem beim Kauf der Kontaktlinsen eine kostenlose Beratung und Inspektion der Augen an. Dies ist für die Gesundheit und Sicherheit der Augen von großer Bedeutung.


